Ostsee Inseln

Ostseeinseln - unbewohnte Eilands mit viel Vogelidylle

20 Min. LesezeitDeutschlandInselnKultur

Zusammenfassung

Vor der deutschen Ostseeküste liegen neben Rügen und Usedom Dutzende kleine Inseln, die meist unbewohnt sind. Viele dieser Ostseeinseln, etwa Liebes, Liebitz und Mährens bei Rügen, sind Brutgebiete für Küstenvögel und dürfen nur mit Genehmigung betreten werden. Besuchen lassen sich unter anderem die Greifswalder Oie und der Ruden mit dem Ausflugsschiff ab Peenemünde sowie Vilm auf einer geführten Exkursion ab Lauterbach. Ummanz ist über eine 250 Meter lange Brücke mit Rügen verbunden. Das Prosnitzer Werder im Strelasund misst nur rund 60 mal 30 Meter, Wührens und Tollow sind jeweils knapp 2 Hektar groß.

Vor der deutschen Ostseeküste liegen neben Rügen und Usedom Dutzende kleine Inseln, die meist unbewohnt sind. Viele dieser Ostseeinseln, etwa Liebes, Liebitz und Mährens bei Rügen, sind Brutgebiete für Küstenvögel und dürfen nur mit Genehmigung betreten werden. Besuchen lassen sich unter anderem die Greifswalder Oie und der Ruden mit dem Ausflugsschiff ab Peenemünde sowie Vilm auf einer geführten Exkursion ab Lauterbach. Ummanz ist über eine 250 Meter lange Brücke mit Rügen verbunden. Das Prosnitzer Werder im Strelasund misst nur rund 60 mal 30 Meter, Wührens und Tollow sind jeweils knapp 2 Hektar groß.

Die meisten kleinen Inseln liegen in Bodden. So heißen die flachen Küstengewässer Vorpommerns, die durch Inseln und Halbinseln fast vom offenen Meer abgetrennt sind. Viele Inselnamen enthalten das alte norddeutsche Wort Werder für eine Insel, und eine Wiek ist eine Bucht. Ein großer Teil der Inseln gehört zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, der im Nationalparkprogramm der DDR zum 1. Oktober 1990 ausgewiesen wurde und offiziell 786 Quadratkilometer umfasst.

Welche kleinen Ostseeinseln kann man besuchen?

Nur wenige kleine Ostseeinseln sind für Besucher erreichbar. Die Greifswalder Oie, der Ruden und Vilm lassen sich mit dem Schiff besuchen, Ummanz erreichen Sie über eine Brücke, und auf Langenwerder sowie an der Lotseninsel gibt es Führungen. Die meisten anderen Inseln sind Vogelschutzgebiete oder Privatgelände ohne freien Zutritt.

InselLageGrößeZugang, Stand September 2026
VilmRügischer Bodden vor Lauterbach94 hanur geführte Exkursion des Bundesamts für Naturschutz
Ummanzwestlich von Rügenrund 20 km²über eine Brücke frei erreichbar
Öhevor Schaprode an der Westküste Rügensrund 100 havon einer Familie bewohnt
Urkevitzzwischen Rügen und Ummanz1 km lang, 300 m breitBetreten verboten
LiebesVarbelvitzer Bodden1 km lang, 200 m breitnur mit Genehmigung
LiebitzKubitzer Boddenrund 41 hanur mit Genehmigung
Mährensbei Ummanz150 mal 100 mnur mit Genehmigung
WührensFocker Strom1,73 hanur mit Genehmigung
Heuwiese2 km vor Ummanzrund 14 haVogelschutzgebiet im Nationalpark
TollowMaltziener Wiek1,74 haPrivatgelände, nicht zugänglich
Prosnitzer WerderGustower Wiek im Strelasundrund 60 mal 30 mBrutkolonie der Flussseeschwalbe
Greifswalder OiePommersche Bucht, 12 km vor Usedom54 haAusflugsschiff ab Peenemünde und Freest, nur mit Führung
RudenMündung des Peenestroms2,3 km langAusflugsschiff ab Peenemünde, Kutter ab Freest
StruckPeenestrom bei Lubminrund 2,5 km²Naturschutzgebiet mit Brücke zum Festland
Krösliner DänholmPeenestrom bei Freest8,2 hakeine gesicherte Angabe
RiemsGreifswalder Bodden1.250 mal 300 mForschungsinsel, für Besucher gesperrt
KoosGreifswalder Bodden vor Greifswald1,49 km²für die Öffentlichkeit gesperrt
Riether WerderNeuwarper See am Stettiner Haff0,79 km²nicht zugänglich
KirrBarther Bodden vor Zingstrund 370 haBrutgebiet im Nationalpark
Kleine Werdersüdlich von HiddenseeInselgruppenur mit Genehmigung
WalfischWismarbucht8,65 haNaturschutz- und Vogelschutzgebiet
Langenwerdervor Poelknapp 1 km langFührungen sonntags von Juli bis Oktober, sonst gesperrt
Wustrow (Halbinsel)Salzhaff bei Rerikrund 10 km²seit Januar 2026 gesperrt, nur vom Schiff aus zu sehen
WarderLemkenhafener Wiek vor Fehmarnrund 19 haunbewohnt
LotseninselSchleimündung bei Maasholmkeine Angabeangrenzendes Naturschutzgebiet nur mit Führung

Die Angaben zum Zugang stammen von Reedereien, Naturschutzvereinen, dem Nationalpark und der Stadt Putbus. Wo keine aktuelle Angabe zum Zugang vorliegt, nennt die Tabelle den Schutzstatus der Insel.

Warum dürfen Besucher viele kleine Ostseeinseln nicht betreten?

Die kleinen Ostseeinseln sind Brutplätze für Küstenvögel wie Seeschwalben, Möwen, Rotschenkel und Kormorane. Menschen stören die Vögel beim Brüten, deshalb sperren Nationalpark, Naturschutzbehörden und Vereine viele Inseln ganz oder erlauben nur kleine geführte Gruppen außerhalb der Brutzeit.

Wie viele Vögel auf den Inseln brüten, dokumentiert das Nationalparkamt Vorpommern. Die Barther Oie im Barther Bodden ist rund 68 Hektar groß, und auf ihr brüten 22 Seevogelarten, darunter eine Silbermöwenkolonie mit meist um die 500 Brutpaaren. Für andere Inseln im Nationalpark nennt das Amt diese Zahlen:

  • Auf Kirr, rund 370 Hektar groß, brüten 23 Küstenvogelarten, darunter etwa 100 Paare Rotschenkel.
  • Auf Heuwiese, rund 14 Hektar groß, brüten 14 Vogelarten, dazu kommt eine Kormorankolonie mit durchschnittlich 500 bis 1.000 Nestern.
  • Auf Liebitz, rund 41 Hektar groß, brüten 13 Seevogelarten, 2019 allein 205 Paare der Sturmmöwe.

Auf Liebes, Mährens und einigen anderen früheren Brutinseln brüten Küstenvögel nach Angaben des Nationalparks heute nur noch gelegentlich. Wo Führungen stattfinden, bleiben die Gruppen klein: Auf Langenwerder gehen höchstens 20 Personen je Führung mit, nach Vilm höchstens 30 je Bootsfahrt.

11 kleine Inseln rund um Rügen

Vilm vor der Südküste Rügens

Die Ostseeinsel Vilm liegt in Mecklenburg-Vorpommern im Rügischen Bodden direkt vor der südlichen Küste der Insel Rügen. Vilm gehört zur Stadt Putbus und liegt nur drei Kilometer von Rügen entfernt, bis zum Festland beträgt die Distanz 20 Kilometer.

Die 94 Hektar große Insel ist Kernzone des Biosphärenreservats Südost-Rügen. Außerdem ist sie als Europäisches Vogelschutzgebiet und als FFH-Gebiet anerkannt, also als Schutzgebiet nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie. Die einzelnen reetgedeckten Häuser auf Vilm dienen dem Naturschutz: Das Bundesamt für Naturschutz betreibt dort seit 1990 seine Internationale Naturschutzakademie, in der Fachleute zu Tagungen zusammenkommen.

Vilm hat eine vielfältige Vegetation. Den Buchenwald der Insel hat seit dem Mittelalter niemand mehr bewirtschaftet, und manche Bäume sind mehrere Hundert Jahre alt. Die Landschaft inspirierte schon bekannte Maler wie Caspar David Friedrich.

Vilm dürfen Besucher nur auf einer geführten Exkursion des Bundesamts für Naturschutz betreten. Das Boot legt in Lauterbach bei Putbus ab, je Fahrt sind höchstens 30 Personen dabei, und mit Überfahrt dauert der Besuch zwei bis drei Stunden. Von November bis April finden nach Angaben der Stadt Putbus in der Regel keine Exkursionen statt.

Ummanz westlich von Rügen

Ummanz ist eine Insel der Ostsee, die westlich der Insel Rügen vorgelagert ist, zwischen Kubitzer Bodden, Koselower See, Udarser Wiek und Schaproder Bodden. Mit rund 20 Quadratkilometern ist Ummanz die viertgrößte Insel Mecklenburg-Vorpommerns. Die Insel gehört zum Landkreis Vorpommern-Rügen und zur Gemeinde Ummanz, und neben dem Hauptort Waase liegen dort die Ortschaften Haide, Markow, Freesenort, Tankow, Wusse und Suhrendorf.

Seit 1901 verbindet eine 250 Meter lange Brücke Waase auf Ummanz mit Rügen. Die kleine Schwesterinsel von Rügen hat sich viel von ihrem ursprünglichen Charakter bewahrt. Während sich nebenan auf Rügen die Urlauber drängen, kommen nach Ummanz eher Gäste, die Ruhe suchen. Rund um Ummanz liegen viele unbewohnte Inseln wie Liebes, Heuwiese, Urkevitz, Wührens und Mährens, und im Herbst rasten Kraniche und andere Zugvögel auf der Insel. Wiesen, Felder und Boddenufer prägen die 20 Quadratkilometer im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.

Öhe vor Schaprode

Die rund 100 Hektar große Ostseeinsel Öhe vor der Westküste der Insel Rügen ist nicht unbewohnt: Nachfahren der Familie von der Öhe leben bis heute dort. Öhe liegt nahe dem Fährhafen Schaprode auf Rügen und gehört zur Gemeinde Schaprode. Die höchste Erhebung ist der Schafsberg mit rund 3 Metern. Das kleine Eiland mit seinem historischen Gehöft aus dem 13. Jahrhundert liegt zwischen dem Schaproder Bodden und der Udarser Wiek.

Urkevitz zwischen Rügen und Ummanz

Urkevitz ist eine kleine unbewohnte Ostseeinsel zwischen Rügen und dem Festland, die eine Brücke mit Ummanz verbindet. Die Insel ist nur einen Kilometer lang und 300 Meter breit und gehört zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

Als Vogelschutzgebiet bietet Urkevitz vor allem Wasservögeln Ruhe und Platz zum Brüten. Aus diesem Grund ist Besuchern der Zutritt untersagt.

Liebes im Varbelvitzer Bodden

Zu Mecklenburg-Vorpommern gehören viele unbewohnte kleine Ostseeinseln, die als Vogelschutzgebiete im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft dienen. Betreten darf sie nur, wer eine Genehmigung erwirkt hat.

Zu diesen Inseln zählt das einen Kilometer lange und 200 Meter breite Eiland Liebes. Liebes liegt zwischen Rügen und Ummanz im Varbelvitzer Bodden, und sein höchster Punkt ragt nur 1,5 Meter über den Meeresspiegel. Nach Angaben des Nationalparks brüten auf Liebes heute nur noch gelegentlich Küstenvögel.

Liebitz im Kubitzer Bodden

Die unbewohnte Ostseeinsel Liebitz im Kubitzer Bodden liegt knapp einen Kilometer vor der größten deutschen Insel Rügen. Liebitz gehört zur Gemeinde Dreschvitz in Mecklenburg-Vorpommern, ist einen Kilometer lang und 700 Meter breit und Teil des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft. Das Nationalparkamt gibt die Fläche mit rund 41 Hektar an.

Auf den Salzwiesen von Liebitz brüten 13 Seevogelarten, im Jahr 2019 zählte der Nationalpark allein 205 Brutpaare der Sturmmöwe. Deshalb ist das Betreten ohne Genehmigung verboten.

Mährens bei Ummanz

Mährens im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ist eine winzige unbewohnte Ostseeinsel bei Rügen und Ummanz in Mecklenburg-Vorpommern.

Mährens ist nur 150 Meter breit und 100 Meter lang. Das Vogelschutzgebiet darf niemand ohne vorab eingeholte Genehmigung betreten.

Wührens im Focker Strom

Wührens liegt am Focker Strom, eingerahmt von den drei kleinen Nachbarinseln Liebes, Urkevitz und Mährens. Die Gegend ist ruhig und naturbelassen. Die unbewohnte Ostseeinsel liegt zwischen Rügen und Ummanz und ist von Grasflächen geprägt. Die Gemeinde Ummanz verwaltet die 1,73 Hektar große Insel Wührens, die 230 Meter lang und 80 Meter breit ist. Wührens ist ein anerkanntes Vogelschutzgebiet im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, und ohne vorherige Genehmigung ist das Betreten streng verboten.

Heuwiese vor Ummanz

Unweit der größten deutschen Insel Rügen liegt das kleine unbewohnte Eiland Heuwiese. Nur 2 Kilometer von Ummanz entfernt ist Heuwiese ein Vogelschutzgebiet im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.

Das Nationalparkamt beziffert die Fläche auf rund 14 Hektar, an der breitesten Stelle misst Heuwiese 900 Meter. Weil die Ostseeinsel fast auf Höhe des Meeresspiegels liegt, wird sie häufig überschwemmt. Salzgrasland wächst auf dem sandigen und feuchten Untergrund. Auf Heuwiese brüten 14 Vogelarten, darunter eine Kolonie von Kormoranen mit durchschnittlich 500 bis 1.000 Nestern.

Tollow im Maltziener Wiek

Südlich von Rügen in Mecklenburg-Vorpommern liegt im Maltziener Wiek die kleine unbewohnte Insel Tollow, umrahmt von der Halbinsel Zudar. Tollow umfasst 1,74 Hektar, ist 100 Meter breit und 300 Meter lang.

Viele Kormorane haben auf Tollow eine Heimat und Brutstätte gefunden. Die Insel ist Privatgelände und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Prosnitzer Werder im Strelasund

Das Prosnitzer Werder ist eine unbewohnte kleine Ostseeinsel im Gustower Wiek und nur rund 60 mal 30 Meter groß. Auf dieser kleinen Fläche bietet ein Gehölz einer großen Kolonie von Flussseeschwalben (Sterna hirundo) Platz zum Brüten, der größten in den gesamten Boddengewässern.

Das Prosnitzer Werder in Mecklenburg-Vorpommern liegt im Strelasund unweit der Küste Rügens und heißt auch Gustower Werder. Neben den Seeschwalben brüten dort Höckerschwäne und Reiherenten, die an ihren gelben Augen gut zu erkennen sind.

7 kleine Inseln am Greifswalder Bodden, am Peenestrom und am Stettiner Haff

Die Greifswalder Oie vor Usedom

Die Greifswalder Oie ist seit 1990 Naturschutzgebiet und FFH-Gebiet, also ein Schutzgebiet nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie. Sie liegt mitten in der offenen Ostsee in der Pommerschen Bucht, 12 Kilometer nördlich der Küstenlinie von Usedom. Seit 1993 betreut der Verein Jordsand zum Schutz der Seevögel und der Natur die 54 Hektar große Insel, die 1.550 Meter lang und 370 bis 570 Meter breit ist.

Weil die Oie frei in der Ostsee liegt, braucht sie ein starkes Leuchtfeuer als Navigationshilfe für vorbeifahrende Schiffe. Der achteckige Leuchtturm wurde 1855 fertiggestellt, sein Feuer brennt 48,5 Meter über dem Wasser und gehört zu den stärksten Lichtsignalen der Ostsee. Nach Angaben des Vereins Jordsand ist er zudem der einzige linksdrehende Leuchtturm der Ostsee.

Die Greifswalder Oie gehörte früher der Stadt Greifswald, daher stammt der Name. Heute zählt das Eiland zur Gemeinde Kröslin in Mecklenburg-Vorpommern. Auf der Insel leben viele seltene Tier- und Pflanzenarten, unter anderem kleine Wildpferde.

Auf die Greifswalder Oie fährt das Ausflugsschiff Seeadler der Reederei Apollo ab Peenemünde und Freest, die Überfahrt dauert rund 90 Minuten. Die Karten müssen vorher gebucht werden, spontan mitfahren geht nicht. Auf der Insel führt der Verein Jordsand die Gäste etwa zwei Stunden lang. Die Zahl der Tagesgäste ist begrenzt, das Reiseportal MV Trip nennt höchstens 50 Personen am Tag. Die Fahrt kostet 2026 für Erwachsene 43,50 Euro.

Der Ruden in der Peenemündung

Der Ruden ist eine kleine Ostseeinsel nordwestlich der Insel Usedom im Greifswalder Bodden, direkt an der Mündung des Peenestroms. Die 2,3 Kilometer lange Insel gehört zur Gemeinde Kröslin in Mecklenburg-Vorpommern und seit 1925 zum Naturschutzgebiet Peenemünder Haken, Struck und Ruden, das 7.824 Hektar umfasst.

Eine Zeit lang verbot der Besitzer Sport- und Ausflugsbooten das Anlegen wegen Unfallgefahr. Heute bringen wieder Ausflugsschiffe Tagesgäste auf den Ruden: Die Reederei Apollo fährt ab Peenemünde in rund 45 Minuten hinüber, und ab Freest legt der Fischkutter Lütt Matten ab. Der Ruden bietet zahlreichen Wasservögeln Rückzugsgebiet und Brutstätte, außerdem werden dort Bienen gezüchtet.

Struck am Peenestrom

Die 1,8 Kilometer lange und 1,6 Kilometer breite kleine Ostseeinsel Struck liegt 2,5 Kilometer vom nordwestlichsten Punkt Usedoms bei Peenemünde entfernt. Ob Struck eine Insel oder eine Halbinsel ist, lässt sich nicht genau sagen. Es gibt zwar eine Brücke zum Festland beim Seebad Lubmin, doch mehrere Wasserläufe unterbrechen die direkte Verbindung.

Struck liegt am Peenestrom, einem Meeresarm der Ostsee. Das Gelände der kleinen Insel ist überwiegend feucht und nass, denn weil Struck nur 1,5 Meter über den Meeresspiegel reicht, wird die Fläche häufig überschwemmt. Salzgrünland prägt das 2,5 Quadratkilometer große Gebiet, dazu kommen ein kleines Wäldchen, Dünen, Tümpel und Bachläufe. Bis nach Greifswald sind es rund 20 Kilometer, und auch Wolgast mit dem nördlichen Übergang zur Insel Usedom ist nicht weit entfernt.

Krösliner Dänholm im Peenestrom

Der Dänholm bei Kröslin ist eine kleine Insel in der Ostsee, 8,2 Hektar groß und bei Usedom gelegen, nahe dem Festland des Landkreises Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Er ist nicht zu verwechseln mit der Insel Dänholm vor Rügen.

Genauer gesagt liegt das Eiland der Gemeinde Kröslin im nördlichen Peenestrom am Greifswalder Bodden, 1,5 Kilometer vom Dorf Freest entfernt. Freest wiederum liegt 10 Kilometer nördlich von Wolgast. In Wolgast beginnt die nördlichere der beiden Verbindungen, über die man auf die Insel Usedom gelangt.

Riems im Greifswalder Bodden

Riems ist eine 1.250 Meter lange und 300 Meter breite Ostseeinsel im Südwesten des Greifswalder Boddens, der Insel Rügen vorgelagert. Die Insel gehört zur Hansestadt Greifswald, die sie verwaltet, liegt aber als Exklave räumlich getrennt von der Stadt.

Seit den 1970er-Jahren verband ein rund 500 Meter langer Damm Riems mit dem Festland, und die Insel war damit eine Halbinsel. Der Damm schnitt jedoch die Gristower Wiek vom Wasseraustausch ab, und im Gewässer fehlte zunehmend Sauerstoff. Im Herbst 2007 wurde der Damm deshalb auf 30 Metern geöffnet und mit einer Brücke überspannt, seitdem ist Riems wieder eine Insel.

Auf Riems forscht das Friedrich-Loeffler-Institut. Der Greifswalder Hygieniker Friedrich Loeffler hatte 1898 gezeigt, dass die Maul- und Klauenseuche nicht von Bakterien, sondern von einem viel kleineren Erreger ausgelöst wird, der später als Virus erkannt wurde. Seine Versuche auf dem Greifswalder Festland lösten allerdings wiederholt Ausbrüche der Seuche in der Umgebung aus. Deshalb verlegte Loeffler die Forschung 1910 auf die Insel Riems. Nach Angaben des Instituts war es das erste Institut, das eigens zur Erforschung einer Viruskrankheit von Tieren gegründet wurde, und es zählt zu den ältesten Virusforschungsinstituten der Welt.

Heute arbeitet das Institut auf Riems mit Hochsicherheitslaboren der Schutzstufe 4, der höchsten biologischen Sicherheitsstufe. Für Besucher ist die Insel gesperrt, eine Unterkunft für den Urlaub findet man deshalb nur auf dem Festland.

Koos im Greifswalder Bodden

Koos ist die größte Insel im Greifswalder Bodden und liegt der Stadt Greifswald vorgelagert, zu deren Stadtgebiet sie gehört. Die von Salzwiesen geprägte Insel hat eine Landfläche von 1,49 Quadratkilometern, und ihr höchster Punkt liegt 3,6 Meter über dem Meer. Koos ist nur dünn besiedelt. Seit 1950 nutzt das Friedrich-Loeffler-Institut die Insel, und zeitweise weiden Rinder und Gotlandschafe auf den Wiesen.

Seit 1990 steht Koos unter Naturschutz, heute als Teil des 1.560 Hektar großen Naturschutzgebiets Insel Koos, Kooser See und Wampener Riff. Koos ist sowohl Europäisches Vogelschutzgebiet als auch FFH-Gebiet nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie. Zahlreiche Zugvögel besuchen die Insel jedes Jahr und rasten dort. Für die Öffentlichkeit ist Koos gesperrt, und mit dem Fahrzeug dürfen nur berechtigte Personen auf die Insel.

Erstmals erwähnt wurde Koos 1184 als Waldinsel, damals unter dem slawischen Namen Coztam. In jenem Jahr schlugen Rüganer und Dänen vor der Insel eine pommersche Flotte fast vollständig. Am 19. Mai desselben Jahres fiel die Insel unter dänische Herrschaft.

Riether Werder im Neuwarper See

Die kleine Insel Riether Werder liegt am Westufer des Neuwarper Sees, einer Bucht des Stettiner Haffs, direkt an der deutsch-polnischen Grenze. Sie gehört zum Naturschutzgebiet Altwarper Binnendünen, Neuwarper See und Riether Werder im Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Das 0,79 Quadratkilometer große Eiland ist Brutstätte für Wasservögel und deshalb für Besucher nicht zugänglich.

2 kleine Inseln bei Zingst und Hiddensee

Kirr im Barther Bodden

Die kleine Ostseeinsel Kirr in Mecklenburg-Vorpommern bestand bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts aus zwei Teilen, die der Zingster Strom trennte. Der kleinere Teil im Nordwesten hieß Groß Kirr, während der größere Teil ausgerechnet Klein Kirr genannt wurde. Mit der Zeit wuchsen beide Teile zu einer Insel zusammen.

Heute ist Kirr eine 3,5 Kilometer lange und 1,5 Kilometer breite Insel im Barther Bodden vor dem Ostseebad Zingst, nach Angaben des Nationalparks rund 370 Hektar groß. Das Naturschutzgelände ist von Prielen geprägt, also von schmalen Wasserrinnen im Salzgrasland, und dient Wasservögeln und Kranichen als Brutgebiet und Rastplatz. Weil Kirr nur einen Meter über dem Meeresspiegel liegt, steht die Insel oft fast vollständig unter Wasser. Auf Kirr brüten 23 Küstenvogelarten, und die Weiden sind an das Gut Darß verpachtet, damit das überflutete Grasland erhalten bleibt.

Kleine Werder südlich von Hiddensee

Die Kleine Werder sind eine Inselgruppe in der Ostsee zwischen Großer Werder und der Insel Bock. Sie liegen südlich von Hiddensee und östlich von Fischland-Darß-Zingst in Mecklenburg-Vorpommern. Priele, also schmale Wasserrinnen, durchziehen das flache und unbewohnte Land im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.

Die Wattlandschaft ist Brutgebiet zahlreicher Wasservögel und oft überschwemmt, denn sie liegt nur einen Meter über dem Meeresspiegel. Die Inselgruppe Kleine Werder ist für Besucher gesperrt, betreten darf sie nur, wer eine Genehmigung hat.

3 Inseln und Halbinseln in der Wismarbucht und am Salzhaff

Walfisch in der Wismarbucht

Das Naturschutz- und Vogelschutzgebiet Walfisch ist ein kleines Eiland mitten in der Wismarbucht in der Ostsee. Walfisch liegt unweit der Insel Poel und nahe der Hansestadt Wismar, ist nur 560 Meter lang und 300 Meter breit. Das 8,65 Hektar große Gebiet ist unbewohnt. In die Schlagzeilen kam die Insel, als dort eine tote Ente gefunden wurde, die das Vogelgrippe-Virus H5N1 in sich trug.

Langenwerder vor Poel

Die kleine Ostseeinsel Langenwerder liegt vor der Insel Poel in Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist unbewohnt und je nach Wasserstand knapp einen Kilometer lang und 200 bis 450 Meter breit. Als Vogelschutzgebiet ist Langenwerder das ganze Jahr über gesperrt. Betreut wird die Insel vom Verein Langenwerder zum Schutz der Wat- und Wasservögel e.V., der auf seiner Internetseite über Führungen informiert.

Außerhalb der Brutzeit, von Juli bis voraussichtlich Oktober, bietet der Verein sonntags Führungen über die Insel an. Je Führung dürfen höchstens 20 Personen mitgehen, damit die Vögel möglichst wenig gestört werden. Der Verein bittet um eine Spende von 5 Euro je Person, Kinder unter 12 Jahren in Begleitung ihrer Eltern sind davon ausgenommen.

Die Halbinsel Wustrow am Salzhaff

Die Halbinsel Wustrow in der Ostsee ist über eine Landzunge, den Wustrower Hals, mit dem Ostseebad Rerik verbunden, das früher Alt Gaarz hieß. Wustrow umfasst rund 10 Quadratkilometer. Vorgelagert ist die kleine Insel Kieler Ort, und auch die Insel Poel liegt nicht weit entfernt. Grob beschrieben liegt Wustrow zwischen den beiden Hansestädten Rostock und Wismar.

Rund 700 Hektar der Fläche sind Naturschutzgebiet, 200 Hektar gehören zu einem Salzhaff, und im Westen Wustrows liegt auf 100 Hektar ein Wohngebiet. Die Halbinsel gehört außerdem zum EU-Vogelschutzgebiet Küstenlandschaft Wismar-Bucht und bietet vielen Vogelarten Lebensraum und Brutplätze. Zu Wustrow gehört auch die Meeresbucht Kroy mit etwa 300 Hektar.

Seit Januar 2026 ist Wustrow für jeden Besucherverkehr gesperrt. Das Gelände ist Privatbesitz und gehört seit 1998 der Kölner Fundus-Gruppe. Ab 2018 hatte der Eigentümer wieder Führungen und Planwagenfahrten erlaubt. Die Betreibergesellschaft EntwicklungsCompagnie Wustrow stellte sie nach einem Bericht vom 22. Januar 2026 ein, weil die Führungen ihr nur Kosten brachten. Vom Wasser aus lässt sich die Halbinsel weiterhin betrachten, denn das Fahrgastschiff MS Ostseebad Rerik fährt ab Rerik über das Salzhaff an Wustrow vorbei.

In der Zeit des Nationalsozialismus lag auf Wustrow eine Flakschule, danach bis zur deutschen Einheit eine Garnison der sowjetischen Streitkräfte. Frühere Pläne des Eigentümers sahen vor, aus Wustrow ein Wohn- und Urlaubsziel mit Golfhotel, 27-Loch-Golfplatz, Yachthafen, Reiterhof und weiteren Unterkünften zu machen.

2 kleine Inseln vor der Küste Schleswig-Holsteins

Warder vor Fehmarn

Warder, die kleine Ostseeinsel vor der Küste Fehmarns, ist ein unbewohntes Eiland. Im Westen stehen auf 2 Metern über Normalnull noch vereinzelt alte Häuser, der Osten der Insel ist dagegen ein feuchtes Gebiet, das fast auf Höhe des Meeresspiegels liegt.

Warder gehört zur Stadt Fehmarn in Schleswig-Holstein und liegt in der Bucht Lemkenhafener Wiek. Die Insel ist 300 Meter breit und 500 Meter lang, bei einer Gesamtfläche von rund 19 Hektar. Östlich sind ihr zwei weitere kleine Inseln mit demselben Namen vorgelagert.

Die Lotseninsel an der Schleimündung

Die Lotseninsel liegt an der Mündung der Schlei unweit von Maasholm bei Kappeln. Kappeln wiederum befindet sich 40 Kilometer östlich von Flensburg in Schleswig-Holstein. Die Schlei ist ein Meeresarm der Ostsee, der bei Schleswig beginnt und nahe der Lotseninsel endet. Mit 42 Kilometern Länge und bis zu 1,3 Kilometern Breite ist sie die längste Förde des Bundeslandes.

An die Lotseninsel grenzt das Naturschutzgebiet Vogelfreistätte Oehe-Schleimünde, das 1927 gegründet wurde und das der Verein Jordsand betreut. Das Vogelschutzgebiet ist über einen Deich mit dem Festland verbunden und zählt zu den wenigen Strandabschnitten an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins, die niemand auf eigene Faust betreten darf. Mit einer Führung ist ein Besuch aber möglich. Von April bis Oktober beginnen die Führungen dienstags bis sonntags um 11 und 14 Uhr an der Hütte des Vogelwarts, von November bis März mittwochs und samstags um 14 Uhr, und sie dauern jeweils 1,5 Stunden. Ab Kappeln fährt das Schiff MS Stadt Kappeln zur Lotseninsel.

Häufige Fragen zu kleinen Ostseeinseln

Darf man die Ostseeinsel Liebes betreten?

Nein, die Ostseeinsel Liebes zwischen Rügen und Ummanz darf nur betreten, wer eine Genehmigung hat. Liebes liegt als Vogelschutzgebiet im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und ist einen Kilometer lang und 200 Meter breit.

Wie kommt man auf die Greifswalder Oie?

Auf die Greifswalder Oie kommen Besucher mit dem Ausflugsschiff Seeadler der Reederei Apollo, das ab Peenemünde und Freest in rund 90 Minuten übersetzt. Die Karten müssen vorher gebucht werden. Auf der Greifswalder Oie führt der Verein Jordsand die Gäste etwa zwei Stunden lang, allein darf dort niemand umhergehen.

Wie kann man die Insel Vilm vor Rügen besuchen?

Die Insel Vilm vor Rügen lässt sich nur auf einer geführten Exkursion des Bundesamts für Naturschutz besuchen. Das Boot fährt ab Lauterbach bei Putbus, je Fahrt sind höchstens 30 Personen dabei, und von November bis April finden in der Regel keine Exkursionen statt.

Welche kleinen Ostseeinseln in Deutschland sind nur wenige Hektar groß?

Zu den winzigen deutschen Ostseeinseln gehört das Prosnitzer Werder im Strelasund mit rund 60 mal 30 Metern. Wührens im Focker Strom misst 1,73 Hektar, Tollow im Maltziener Wiek 1,74 Hektar, der Krösliner Dänholm im Peenestrom 8,2 Hektar und Walfisch in der Wismarbucht 8,65 Hektar.

Kann man die Halbinsel Wustrow bei Rerik noch besuchen?

Nein, die Halbinsel Wustrow bei Rerik ist seit Januar 2026 für Besucher gesperrt, Führungen und Planwagenfahrten gibt es dort nicht mehr. Sehen lässt sich Wustrow nur noch vom Wasser aus, etwa bei einer Rundfahrt mit dem Fahrgastschiff MS Ostseebad Rerik über das Salzhaff.

Darf man auf den Ruden bei Usedom?

Ja, den Ruden bei Usedom erreichen Tagesgäste mit dem Ausflugsschiff der Reederei Apollo ab Peenemünde oder mit dem Fischkutter Lütt Matten ab Freest. Der Ruden gehört zum Naturschutzgebiet Peenemünder Haken, Struck und Ruden.

Quellen

Stand der Angaben: 13. September 2026

  1. Küstenvogelbrutgebiete, Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, abgerufen am 13. September 2026
  2. Biologische Station Greifswalder Oie, Verein Jordsand, abgerufen am 13. September 2026
  3. Greifswalder Oie, Apollo GmbH Fahrgastreederei, Fahrplan 2026, abgerufen am 13. September 2026
  4. Insel Vilm besuchen, Stadt Putbus, abgerufen am 13. September 2026
  5. FLI Riems, Friedrich-Loeffler-Institut, abgerufen am 13. September 2026
  6. Naturschutzgebiet Schleimündung, Verein Jordsand, abgerufen am 13. September 2026
  7. Keine Führungen und Kutschfahrten mehr: Halbinsel Wustrow ist geschlossen, Erstes Seebad, 22. Januar 2026, abgerufen am 13. September 2026
  8. Die Insel Langenwerder besuchen, Verein Langenwerder zum Schutz der Wat- und Wasservögel, abgerufen am 13. September 2026

Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.

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